Freitag, 27. Januar 2017

[Rezension]Mord in der Mangle Street

Autor/in: M.R.C.Kasasian
Übersetzer/in: Alexander Weber, Johannes Sabinski
Erscheinungsdatum:
19.08.2016
Verlag:
Atlantik Verlag
Seiten: 400
Reihe: Band 1
Preis: 20,00
ISBN: 978-3-455-60051-3


London 1882. Nach dem Tod ihres Vaters begibt sich die junge March Middleton in die Obhut ihres Patenonkels: Sidney Grice, Englands berühmtester Detektiv, der vor einem neuen Rätsel steht. Eine Frau ist brutal ermordet worden, der einzige Verdächtige ist ihr Ehemann. Mit jeder neuen Wendung des Falls ist Sidney stärker von der Schuld des Ehemanns überzeugt und March von seiner Unschuld. In die dunkelsten Ecken des East End führen die Ermittlungen die junge Frau mit dem Faible für Gin und den bärbeißigen Spötter mit dem Glasauge. Wer von ihnen wird wohl recht behalten?


Ihr seht es: Das Buch ist ein wahrer Hingucker und sieht aus wie seine englischen Variante. Ich hoffe, dass die ganze Reihe diesem Format treu bleibt, denn die restlichen englischen Cover gefallen mir auch sehr gut. Das Buch liest sich wirklich gut. Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Schon nach wenigen Seiten konnte ich das Buch nicht mehr los lassen.
Auch dieses Buch lässt sich in die Richtung „englisches Krimi“ Format einsortieren, welches ich so gerne mag. Überraschung, schließlich spielt es in London und auch der Autor ist Engländer. Wie die meisten englischen Krimis besitzt auch dieses Buch viele Dinge die an Sherlock Holmes und Watson erinnern und bewusst auf diese zwei anspielen. Das Ermittlerpaar setzt sich aus Sidney Grice, einem Detektiv mit einer sehr schrägen und unglaublich gehässigen und makaberen, aber auch sehr unterhaltsamen  Art und seinem Helfer, in diesem Fall eine unglaublich schlagfertige und kluge Helferin, namens March zusammen. Die Zwei haben stellenweise ihre Probleme miteinander, geben dann aber doch ein gutes Paar ab. March unsere ‚Helferin‘ muss man dieser Stelle noch einmal hervorheben. Da sie wirklich ein toller Charakter ist. Eine starke emanzipierte Frau, die nicht auf den Kopf gefallen ist, sondern auch einen Beitrag zur Lösung des Falles beisteuert. Ich fand sie total klasse und ihre Schlagfertigkeit heiterte den ganzen Roman immer wieder auf. Ihr Verhalten wirkt aber nicht überspitzt, sondern passt noch in die Zeit. Angesiedelt ist es Ende des 19 Jahrhunderts, in der viktorianischen Epoche; Eins meiner liebsten Englischen Zeitalter. Der Umbruch zwischen neu & alt und die sich langsam zu spitzenden Konflikte zwischen Arm und Reich machen diese Zeit so spannend und diese Spannungen finden sich auch in diesem Buch wieder. Dem Autor gelingt es authentisch die Zeit darzustellen in die sein Roman spielt. Ich hatte das viktorianische London beim Lesen genau vor Augen und konnte sogar den Gestank der Themse riechen.
Das Buch ist stellenweise schon etwas blutiger und auch stellenweise etwas gruseliger als ich es normalerweise von Krimis der englischen Variante gewöhnt bin, aber andere werden mich deswegen vielleicht belächeln und sind viel mehr Blut gewöhnt. Mir hat es aber trotzdem gefallen. Ansonsten bleibt es seinem Genre aber treu. Actionszenen sind eher selten, das Buch legt besonders viel Wert auf die Ermittlungsarbeit und als Leser fängt man selbst an mit zu rätseln. Gerade das ist es was ich so liebe! Dieses mitraten, Indizien zusammenpuzzeln und eigene Theorien zusammenbasteln. Vor allem spannend ist hier, dass unsere beiden Ermittler ganz unterschiedliche Ansichten darüber haben wer der Mörder ist und man als Leser hin und hergerissen ist.

Mir hat der Auftakt der Reihe wirklich gut gefallen. Ich fand das Buch sehr spannend und konnte es nicht aus der Hand legen…Ich freue mich schon auf die restlichen Bücher der Reihe und auf weitere spannende Fälle mit Sydney und March. 





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    Grüße Denise