Montag, 6. Juni 2016

[Gedanken zu]Eine Ode an die Schnulze




Eine Ode an die Schnulze

„Ich hätte ja nicht gedacht, dass du sowas liest…“ Ja, ich überrasche mich auch immer wieder mit Büchern, die ich plötzlich unbedingt haben muss, dann sofort verschlinge und die mir schlussendlich sogar gefallen…wobei ich manchmal nicht einmal sagen kann warum und wenn ich die Bücher reflektiere zweifel ich dann gern ein bisschen an mir selbst. Schon ein paar Stunden nach so einem Buch rümpfe ich die Nase über ähnliche Bücher mit ähnlichen Geschichten.

New Adult, Liebesgeschichten und Drama. Geschichten, die oft an den Haaren so herbei gezogen sind…das man manchmal vor lauter zuckersüßen Klischee Zahnweh hat. Ich gebe es zu. Manchmal bin ich aber einfach in der Laune diese Bücher zu lesen.
Was stimmt nicht mit mir, fragt sich dann gern mein Umfeld? Ich brauche kein Arschloch in meinem Leben, das ich „retten“ oder auf den Pfad der Beziehungstugendhaftigkeit führen will. Keinen, der unglaublich viele Frauen wie Dreck behandelt hat, bis ich und meine Großartigkeit daher geschwebt kommen und sein Leben umkrempeln. Nein, ich brauche das nicht. Ich habe den liebsten, nettesten und tollsten Freund der Welt. Ich brauch kein Drama, ich versuche stets unkompliziert zu sein – gelingt mir vielleicht in 50% der Fällen - und bin schon genervt davon, wenn ich mir irgendwelche komischen Storys von meinen Freunden anhören muss…Ich mag keinen Stress. Außer in Büchern…in Büchern geifere ich danach.

 Ich liebe Drama. Bücher Drama. Auch wenn es unlogisch ist. Vielleicht liebe ich es dann sogar noch ein bisschen mehr…
Gewiss sogar.

Ich liebe Bücher, die stellenweise so dumm sind, dass man sich als Leser fragt was für irrsinnige Vorstellungen die Autoren und Autorinnen von den geheimen Beziehungsträumen ihrer Leser haben. Obwohl ich mir solche Fragen stelle und ich stellenweise kopfschüttelnd diese Art von Büchern aus der Hand legen muss komm ich einfach nicht von ihnen los. Nein, ich fiebere ihnen entgegen und freue mich auf die Schnulzen, Dramen und Ungereimtheiten. Ich vergesse meine Prinzipien und die Ansprüche, die ich normalerweise an Bücher stelle, und versinke in eine Welt voller ungereimter Gegebenheiten, Probleme - die sich durch ein klärendes Gespräch erledigen lassen würden – und Romanzen – die immer gut enden egal wie seltsam sie angefangen haben -. 

Hirn aus, Buch an. 

Kommentare:

  1. Hahaha, herrlich. Ich liebe deine "Gedankenbeiträge". Und ja, ich verstehe dich so gut. Manchmal muss Buchdrama einfach sein, auch wenn du beim Lesen dann immer denkst: Echt jetzt?!

    Herrlich. Viel Spaß mit was auch immer du gerade liest :-*

    Liebe Grüße Ina

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Über Kommentare freue ich mich immer sehr =)
Grüße Denise