Mittwoch, 4. November 2015

[Cheese&Tea Time]Wie ich mal wieder das Thema aus den Augen verlor


Für wen bloggst du eigentlich?
Und wie kommst du eigentlich immer so schnell vom Thema ab?

Normalerweise weiß ich auf jede Frage eine Antwort – nicht immer unbedingt die Richtige – und dennoch brauchte ich ein paar Minuten um mir darüber Gedanken zu machen. Ich denke, ich blogge für mich oder auch für euch meine Leser, aber habe ich überhaupt Leser? Meine Zahlen sagen ja, aber das Gefühl für sich eine Art Tagebuch zu schreiben bleibt.

Eins jedoch weiß ich, ich bloge nicht für die Autoren.
Ich war nie ein Freund von Fangirl-modus.

Als ich jung war hatte ich keine Lieblingsband und keine romantischen Schwärmerei für irgendwelche Sänger, Serien schaute ich mir zwar gerne an, aber woher sollte ich schon wissen wie die ganzen Leute da im wirklichen Leben hießen? Auch heute interessiert mich sowas nur mäßig…Wer mit wem und so weiter? Wen interessiert es. Ich habe schon mit meinem eigenen Leben zu viel zutun, wenn ich jetzt auch noch viel Zeit auf das Reallive von anderen verschwenden würde…nein, danke da lese ich lieber ein gutes Buch. Auch ich habe Autoren, von denen ich unglaublich gern Bücher lesen und die ich immer wieder gern empfehle, aber die meisten von ihnen würde ich nicht einmal erkennen. Kai Meyer auf der Buchmesse? Hätte Ina mich nicht auf ihn aufmerksam gemacht wäre ich wohl direkt an ihm vorbei gelaufen…Vielleicht würde ich ihn jetzt wieder erkennen…Vielleicht, dafür erkenne ich aber seine Bücher und ihren Inhalt. Es muss nur jemand einige Zeilen erzählen und schon weiß ich von welchem Buch er spricht. Viele Autoren haben es eindeutig verdient wie Stars gefeiert zu werden und dennoch, wenn sie ein schlechtes Buch schreiben bekommen sie auch eine schlechte Kritik. Niemand sitzt dann da und sagt, ach ach…der arme Kerl…ihr seid alle so gemein zu ihm.
Also warum müssen die Self Publisher vor schlechter Kritik geschützt werden? Letztens habe ich einen interessanten Satz gelesen, „wenn dein Buch gut ist…werde ich es von allen Dächern schreien, aber wenn es nicht gut ist dann sag ich es natürlich nur dir…“ Warum? Ich schreibe Rezensionen und zwar nicht für die Autoren, deren Bücher ich lese, sondern für die Leute, die meine Meinung interessiert und für diese Leute will ich ehrlich sein. Wenn ich also was lese, dass ich gut finde, schreibe ich eine Rezension und wenn ich etwas lese, was ich nicht gut finde, muss ich den Leuten doch auch das mitteilen dürfen. Ich muss ihnen doch sagen können, also mir hat es nicht gefallen und ich würde dafür kein Geld ausgeben. Manchmal erinnert mich das an die ganzen schlechten Sänger bei DSDS, welche wir uns mit einer großen Freude ansehen. Die Versager, die keinen Ton treffen, aber dachten sie wären musikalische Wunderkinder. Warum glauben die Leute das wohl? Ach, genau weil ihnen Niemand gesagt hat…dass sie das einfach nicht können. Vielleicht aus Gehässigkeit, vielleicht hat man sich nicht getraut…aber am Ende stehen die Leute live im Fernsehen und ganz Deutschland hat was zu lachen.
Warum fürchten wir uns so vor sachlicher Kritik?
Bzw. warum fürchten wir uns so davor sie zu geben?
 Ich finde in einer Zeit wo jeder Hans und Franz ein Buch veröffentlichen kann sollte man doch auch sagen können, dass ist Mist. Es ist halt nun einmal nicht jeder zum Autor geboren. Ja, ist halt einfach so…mir wurde als Kind auch immer gesagt du kannst alles schaffen.  Ich wäre auch gern eine große Sängerin, aber ich habe einfach nicht die Stimme dazu…Für manche Sachen brauch man einfach den Hauch von Talent.
Ja, ich will meine Singerei auch Niemanden zu muten und so ist es auch mit schlechten Büchern. Auch schlechte Bücher muss man nicht jedem zumuten und gewiss, vielleicht ist alles eine Frage des Geschmackes, aber vielleicht sind manche Sachen auch einfach Mist.

Also für wen blogge ich und was hat die Frage mit dem Rest des Beitrages zutun? Ich weiß es nicht…ich mach einfach nur gern den TopTenThursday ;) 

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Grüße Denise