Montag, 10. August 2015

Rezension zu "Der lange Krieg"

Autor: Terry Pratchett & Stephen Baxter
Übersetzer: Gerald Jung
Gelesen von: Volker Niederfahrenhorst
Erscheinungsdatum: 16.März 2015
Verlag: der Hörverlag
Laufzeit: 16h 06
Reihe: Band 2
-    Band 1: die lange Erde
-    Band 3: der lange Mars
Preis: 17,99
ISBN: 978-3-8445-1814-6 




Eine Erde ist nicht genug
Die Lange Erde ist eine Abfolge von Parallelwelten, der unseren ähnlich. Seit eine zum Transporter modifizierte Kartoffel es Menschen ermöglicht, diese zu betreten, sind dort Siedlungen entstanden, verbunden durch eine Flotte von Luftschiffen. Doch Unruhen deuten sich an: Ein neues Amerika ist entstanden, das nach Unabhängigkeit verlangt, und alte Wesen der Langen Erde begehren gegen die menschlichen Siedler auf. Es droht ein Krieg, wie ihn noch nie jemand gesehen hat.


Ich war schon etwas enttäuscht das Buch nicht mehr von Jens Wawrczeck gelesen wird. Eindeutig ein Minus Punkt. Der neue Sprecher war auch in Ordnung, aber ich mag es nicht, wenn von einem Buch auf das nächste die Sprecher wechseln. Das ist immer irritierend.

Es hat mich eine halbe Ewigkeit gekostet das Hörbuch zu hören und mir ist sehr schwer gefallen diese Rezension zu schreiben. Nicht, weil es mich gelangweilt oder mir das Hörbuch nicht gefallen hat. Nein, es hat mir sogar wieder recht gut gefallen. Zwar fand ich Band 1 besser, aber ich freue mich schon auf die Fortsetzung und Band 3.

Ich fand die Geschichte wie im voran gegangenen Buch sehr unterhaltsam. An vielen Stellen hat mich die Geschichte immer wieder zum Lachen gebracht und wie so oft habe ich mich gefragt, wie man nur auf so absurde aber zeitgleich so real wirkende Einfälle kommen kann. Wie ihr Vorgänger war die Fortsetzung sehr komplex. Eine Sekunde nicht aufgepasst und schwupps, keine Ahnung mehr um was es geht. Ich wurde zur Königin des „Rückspulens“. Man muss schon sehr konzentriert zu hören um bei der Sache bleiben zu können. 
Welchen Anteil Baxter an der Geschichte hat weiß ich immer noch nicht genau, aber ich erkenne hinter vielem Terry Pratchetts Handschrift…

Zwischen dem ersten Band „die lange Erde“ und Band 2 liegen 10 Jahre. 10 Jahre auf denen die Menschen Zeit hatten sich ein Leben auf einer der vielen Erden aufzubauen. Diese Entwicklungen und all die politischen Probleme – nicht nur auf den Wechselerden sondern auch auf der Datum - sind sehr real und nachvollziehbar. Die Menschen sind in die fremden Welten wie eine Plage eingefallen und mal wieder tun sie sich schwer damit denn „Einheimischen“ auch ein Recht auf Rechte einzuräumen oder in einer friedlichen Co Existenz nebeneinander zu leben. Na, wem kommt das bekannt vor?! Ich mag diesen gesellschaftskritischen Unterton, der wieder mitschwingt. Die ganze Geschichte regt einem zum nachdenken an und hinterlässt an einigen Stellen einen bitteren Nachgeschmack, denn quasi scheint eins unser größten Probleme zu sein, dass wir nie genug kriegen…Denn natürlich müssen auch die Welten über die 20 Millionste Wechselwelt noch hinaus erforscht werden. Wo soll das nur enden?

Auch bei den Hauptcharakteren hat sich einiges getan. Während Sally immer noch die Welten reist, hat sich Joshua mit Frau und Kind zur Ruhe gesetzt und hat vorerst das Wechseln an den Nagel gehängt. Vorerst ;) Auch sind in Hülle und Fülle neue Charaktere, welche nicht an Tiefgang vermissen lassen, vorhanden.


 Es ist schwierig darüber etwas zu sagen. Man muss schon zu hören, sonst verliert man den eh schon sehr dünnen roten Faden recht schnell.  Mir hat es gut gefallen, wobei ich seinen Vorgänger besser fand. Den Krieg den sucht man im übrigen vergebens…









Kommentare:

  1. Hi!

    Spannend, dass du es so empfindest, dass Pratchetts Handschrift so dominant ist. Ich habe es genau anders herum empfunden.

    LG,
    André
    Bibliothek von Imre

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    1. Hey :)

      Ja, ich glaube das liegt daran das ich nichts von Baxter kenne. Ich muss das dringend Mal nachholen bevor der nächste Band erscheint...vielleicht ändere ich dann bald meine Meinung :)

      Kannst du was von Baxter empfehlen?

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    2. Nein, ich habe nämlich auch nichts von Baxter gelesen. Ich fand einfach nur, dass es nicht sehr nach Pratchett klingt und bin deshalb davon ausgegangen, dass es wohl nach Baxter klingt.

      PS: Dann bin ich schon mal auf deine Baxter-Rezi gespannt.

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    3. xD ich bin auch gespannt wann ich dazu komme...

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Über Kommentare freue ich mich immer sehr =)
Grüße Denise