Mittwoch, 1. Juli 2015

Rezension zu "Wild Cards - Das Spiel der Spiele"

Übersetzer: Simon Weinert
Erscheinungsdatum: 25. August 2014 
Verlag:
Penhaligon
Seiten: 544
Reihe: erster Band
Zweiter Band: Wild Cards - Der Sieg der Verlierer
Preis:15,00(B)
ISBN: 978-3-7645-3127-0






Seit sich in den Vierzigerjahren das Wild-Card-Virus ausgebreitet hat und Menschen mutieren lässt, gibt es neben den normalen Menschen auch Joker und Asse. Joker weisen lediglich körperliche Veränderungen auf, während Asse besondere Superkräfte besitzen. Da ist zum Beispiel Jonathan Hive, der sich in einen Wespenschwarm verwandeln kann, oder Lohengrin, der eine undurchdringliche Rüstung heraufbeschwört. Doch wer ist Amerikas größter Held? Diese Frage soll American Hero, die neueste Casting Show im Fernsehen, endlich klären. Für die Kandidaten geht es um Ruhm und um so viel Geld, dass sie beinahe zu spät erkennen, was wahre Helden ausmacht.



Wer R.R.Martin sucht wird feststellen, dass er den geringsten Schreibanteil an dem Buch hat und eher die Rolle des Herausgebers einnimmt. Ich finde, dass kann man gut verschmerzen, denn die Autoren, welche an dem Buch gearbeitet haben, verstehen ebenfalls ihr Handwerk und hey, vielleicht besteht die Chance, dass der Leser nicht 100 Jahre auf eine Fortsetzung warten muss, sondern dass es hier zügig voran geht…Wer kennt es nicht das Schreibtempo von R.R.Martins. Eine Katastrophe, vor allem für Fans vor der Fernsehserie. 

Ich muss sagen, die wechselnden Autoren haben mir besonders gut gefallen. Es ist einfach mal was Neues. Beim voranschreiten des Buches ist mir dann aber gar nicht mehr aufgefallen, dass es variiert und ich hatte habe nicht einmal mehr auf die Namen geschaut. Ich war mit allen zu frieden. Da ich das ganze politische Drumherum auch sehr spannend fand habe ich mich auch bis zum Schluss nicht gelangweilt, sondern das Buch konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite gut unterhalten.

Mir hat die Geschichte also wirklich gut gefallen. Ich mochte die versteckten kritischen Botschaften, die sich in diesem Buch befanden.
Es stand immer wieder die Frage im Raum, "Was einen zu einen Helden macht?" und wie weit muss man gehen, um ein Held zu werden. Falls man überhaupt einer werden will.
Außerdem habe ich einen totalen Fable für Superhelden und erst recht für solche die gar nicht genau wissen ob sie welche sein wollen oder eine so verkorkste Art haben dass sie besser keine wären. In diesem Buch findet man wirklich jede Art von Held, aber natürlich alle mit den wunderbaren Schwächen die auch die normalen Menschen so ausmachen. Das Buch ist voller Helden, Antihelden und Leuten, die gerne eins von beiden wären. Es gibt eine sehr vielfältige Anzahl von Charakteren. Einige von ihnen sind besser bzw. mehr ausgearbeitet als die Anderen, aber das lässt Platz für die darauf folgenden Bücher bzw. gibt es ja schon eine ganze Reihe an Büchern und Spielen und bald auch eine Serie und und und. Die Superhelden mit ihren individuellen Fähigkeiten fand ich eigentlich fast alle recht amüsant. Da sind einige richtige unsympathische Typen bei. Echt herrlich. 
Am liebsten mochte ich aber Jonathan Hive. Vor allem seine Blog Einträge, welche man zwischendurch immer wieder findet, fand ich total genial gemacht.


 Ich muss sagen ich war ein bisschen schockiert als ich festgestellt habe wie viele negative Rezensionen das Buch enthalten hat. Mich hat es von seiner ersten Seite an in seinen Bann gezogen, aber ich bin auch ein großer Superheldenfan und Antihelden mag ich sogar noch viel lieber… Bin mal gespannt ob es dazu wirklich bald eine Serie geben wird






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Grüße Denise