Mittwoch, 15. Juli 2015

[Blubbern am Mittwoch]Amazon das soziale Netzwerk


Wie oft liest man bei Amazon, „habe mir das Buch aufgrund seiner vielen positiven Bewertungen gekauft, aber es ist schrecklich“?

Die Zeit in der ein Verlag entscheidet, was der Leserschaft präsentiert wird und was nicht ist vorbei, denn wer abgelehnt muss diese Entscheidung nicht akzeptieren. Auch früher konnte man sich natürlich schon selbst verlegen, aber das war mit vielen Unkosten verbunden und nicht jeder hatte das Geld seinen Traum vom Buch zu verwirklichen. Aber heute ist das durch das Internet viel einfacher geworden. Jeder, also wirklich jeder hat die Chance seine Seele und seine Bücher zum Beispiel an Amazon zu verkaufen und schon kann man sie nach wenigen Klicks lesen.
Ich bin zwar nicht der Meinung, dass die Verlage mit ihren Zusagen und Absagen immer richtig liegen, aber ich muss sagen, ich trau mich nicht unbedingt an selbst verlegte Bücher heran. Gewiss, ich habe auch keinen Ebook Reader, aber vielleicht wenn es mich reizen würde hätte ich mir ja auch dafür einen geholt, aber…reizt mich nicht. Mich schreckt es schon ab, wenn ein Buch mehr positive Bewertungen als Harry Potter und Herr der Ringe zusammen hat.
Wie kann das sein?
Große Leserschaft, weil das Buch so günstig war?
Oder einfach nur viel gute Freunde. Man kann schon Twitter Freunde auf Ebay kaufen, sicher findet man dort auch Leser.
Auch Amazon scheint dieses Problem jetzt erkannt zu haben, aber setzt es natürlich wie immer falsch um. Amazon verbietet jetzt Rezensionen, wenn sie glauben der Rezensent könnte den Autor kennen.
Erinnert mich ein bisschen an: Wer kennt wenn?
Aber seit wann ist Amazon ein soziales Netzwerk?  Da fragt man sich doch, woher weiß Amazon eigentlich wer wen kennt? Ist Amazon jetzt auch von Facebook aufgekauft worden und kann daher die Zusammenhänge knüpfen oder sind all unsere Daten eh schon so offen, dass sie schon 5 Minuten vor mir wissen was ich im nächsten Moment tun werde. Nein, kein Fleißsternchen für Amazon, sondern eher ein Fall für den Datenschutz.

Eine richtige Umsetzung wird es bei dem Problem natürlich auch nie geben, denn vielleicht haben die Bücher wirklich all diese 5 Sternchen verdient. Vielleicht haben sie unzählige Fans und nicht nur gute Freunde. Vielleicht kennt der Rezensionsschreiberling den Autor, aber ist dennoch in der Lage eine ehrliche Kritiken zu schreiben.  

Wer bei all diesen kleinen 5 Sternchen Bewertungen nicht nachdenklich wird und sich das Buch dann voller Erwartungen holt…
Ach selber schuld! 

1 Kommentar:

  1. Hey:)

    Also ich bin da ganz deiner Meinung. Gegenüber selbstverlegten Büchern bin ich meistens kritisch und kaufe sie nur selten. Aber das beste Beispiel dafür, dass auch Autoren, die selbst verlegen, gute Bücher schreiben, ist Hugh Howey mit seinem Meisterwerk Silo.

    Ich habe das Buch zwar noch nicht gelesen, nur die Leseprobe, aber ich war begeistert. Und die vielen positiven Stimmen auf verschiedenen Buchcommunities lassen mich schliessen, dass es wirklich gut sein muss.

    Natürlich gibt es da auch die Autoren, die ihre Freunde bitten, eine Rezi für sie zu schreiben. Und natürlich haben die meisten Freunde das Gefühl, lieber positiv als ehrlich sein zu müssen. Aber das Amazon neuerdings diese Verknüpfung verbieten will, finde isch schlichtweg daneben.
    Aber mittlerweile wird ja mit unseren Daten nur umsich geschmissen.

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Über Kommentare freue ich mich immer sehr =)
Grüße Denise