Mittwoch, 22. April 2015

Rezension zu "Ein Kopf macht noch keine Leiche"

Deutscher Titel: Ein Kopf macht noch keine Leiche
Autor: Colin Cotterill
Erscheinungsdatum:
21.04.2014
Verlag:
Goldmann
Band:
2 Band
Seiten:
352
Preis: 8,99(Tb)
ISBN-10: 978-3-442-48127-9





Klappentext:
Kriminalreporterin Jimm Juree leidet unter Provinzblues. Nachdem ihre Mutter die fragwürdige Idee hatte, ein renovierungsbedürftiges Hotel zu kaufen, lebt die exzentrische Sippe in einem verschlafenen Nest – und Jimm sieht ihre Karrierechancen schwinden. Doch eines Morgens schlagen Jimms Hunde beim Gassigehen Alarm: Irgendein Strandgut ist äußerst interessant, nur leider zu groß zum Apportieren. Jimm findet einen Männerkopf, den sie artig den örtlichen Behörden meldet. Weil deren Interesse mäßig ist, ermittelt die findige Thailänderin bald auf eigene Faust – irgendwo muss schließlich auch der Rest des Toten stecken ...

Meine Rezension:
Auch mit zweitem Band der thailändischen Krimiserie überzeugte mich der Autor wieder mit seinem Schreibstil. Die Geschichte liest sich flüssig und man legt das Buch nur ungern aus der Hand. Die Überschriften sind falsche Liedzitate und obwohl es bei mir nicht immer direkt Klick gemacht hat fand ich das mal eine lustige Idee. Auch das Cover gefällt mir wieder richtig gut. Es passt wirklich sehr gut zu dem Buch.
Innerhalb der Bücher gibt es einige aufeinander aufbauende Elemente, aber da viele Dinge noch einmal erklärt wurden müssen die Bücher nicht unbedingt in der richtigen Reihenfolge gelesen werden.
Dieses Buch war noch um einiges Facettenreicher als sein Vorgänger. Einerseits bringt es einem immer wieder zum Lachen. Der Wortwitz der Hauptprotagonisten ist total erfrischend und ich musste ständig inne halten um die witzigen Stellen meinem Freund vorzulesen. Die Figuren des Buches sind liebevoll skurril gestaltet und mit ihren ganzen Ecken und Kanten wachsen sie einem sehr schnell ans Herz. Ich liebe Jimm Juree. Sie ist eine großartige Hauptperson. Ich liebe ihre unglaubliche sympathische taffe Art.
Obwohl das Buch mit viel Humor glänzt wird es an einigen Stellen sehr Gesellschafts- und Sozialkritisch. Ich hatte mich bisher noch nicht wirklich mit der thailändischen Gesellschaft und Kultur auseinander gesetzt, aber das Buch verleitet dazu einige Dinge noch nach zu schlagen und sich auch ein bisschen zu informieren. Es regt also zum Nachdenken und Hinterfragen an.
Und dann ist es natürlich auch immer noch ein Krimi. Schließlich gibt es hier immer noch eine Leiche, auch wenn von dieser erst einmal der Rest gefunden werden muss. Die Ermittlungen verlaufen wie auch schon im voran gegangenen Buch  etwas ruhiger, aber auch dieses Mal gibt es wieder zwei Fälle, welche Jimm Juree beschäftigen. Neben dem Mord gibt auch noch ein anderes Geheimnisse, welche gelüftet werden müssen…schließlich sind da auch noch diese seltsamen „Gäste“, welche nicht ab reisen wollen und das wo Niemand freiwillig Gast bei Jimms Familie sein will.


Fazit: Wer rasante Verfolgungsjagten und wildes Blutvergießen erwartet ist auch dieses Mal im falschen Buch. Hier steht eher die Ermittlung im Vordergrund. Wer also gern amüsiert schmunzelt und Lust darauf hat sich wie ein Fährtenhund auf die Spur nach einem Mörder zu machen ist bei diesem Buch genau richtig. Ich fand es wie seinen Vorgänger großartig und freu mich schon auf den dritten Band. 






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Grüße Denise