Dienstag, 9. Dezember 2014

Rezension "der Wald der tausend Augen" oder wie ich zum Rezensionen schreiben kam

Heute präsentiere ich mal eine etwas ältere Rezension zu einem Buch, was ich wirklich grauenhaft fand, welches mich aber zum Rezensionen schreiben brachte…



Deutscher Titel: Der Wald der tausend Augen
Autor:
Carrie Ryan
Erscheinungsdatum:
 20.November 2009
Verlag:
cbt
Band:
1 Band
Seiten:
400
Preis:
7,99 (TB)
ISBN-10: 978-3-641-03641-6







Klappentext:
In Marys Welt sind die Regeln einfach. - Die Schwesternschaft hat immer recht. Die Wächter schützen und dienen. Und hinter dem Zaun, der das Dorf umgibt, liegt der Wald der tausend Augen, Heimat der »Ungeweihten« – das Nichts. Niemals darfst du diese Grenze überschreiten. Es kommt der Tag, da fühlt sich Mary von diesen Regeln verraten. Sie findet Dinge heraus, die sie nie wissen wollte. Über die Schwesternschaft und ihre Geheimnisse, über die Wächter und ihre Macht. Doch erst als der Zaun durchbrochen und das Dorf überrannt wird, erkennt Mary die schlimmste Wahrheit von allen – wie unbarmherzig die »Ungeweihten« wirklich sind. Jetzt muss sie sich entscheiden. Zwischen ihrer Angst und ihrem Traum von einer anderen Zukunft, zwischen dem einen, den sie liebt, und dem Mann, dem sie versprochen ist. Kann es Leben außerhalb einer Welt geben, die vom Tod beherrscht wird? Und ist Mary stark genug, den Weg durch den Wald der tausend Augen zu wagen?


Meine Rezension: Ein Dorf irgendwo im Nirgendwo, regiert und kontrolliert von einer Schwesternschaft. Ein Zaun, der es vor den Gefahren des Waldes schützt, denn dort wartet eine Horde von Zombies auf ihren Snack…

„Packend, Unheimlich, Romantisch“ 
Leider Nein. Leider gar nicht. – In diesem Fall dann sogar eher dreimal Nein. 
Als ich das Buch aus dem Regal zog flammte vor meinem inneren Auge der Film „the Village“ auf. Ein nicht gerade besonders guter Film, aber ich erinnere mich, dass ich damals die Idee, welche dahinter steckte, gar nicht so schlecht fand, aber dass das Buch noch schlechter werden würde als der Film konnte ich ja nicht ahnen. 

Richtig anzufangen scheint die Story erst in der Mitte des Buches. Bis dahin lernt der Leser aber viel über die Gebräuche und Sitten des Dorfes. Schlussendlich ist er dann bestens darüber informiert wie wichtig Hochzeitsriten sind, aber woher sie ihre Nahrung nehmen…Keinen Schimmer!
Gewiss, es hat was, sich in die Welt der Charaktere einzufinden und sie kennen zu lernen. Aber spannend ist es leider nicht und irgendwie auch ein bisschen unsinnig. Schließlich fällt dann der Zaun und alle Fragen bleiben irgendwie offen. Spannung danach?! Leider nicht vorhanden. Die von mir erhoffte „zombieapokalyptische“ Stimmung bleibt leider auch aus. 


Kommen wir mal zu dem Punkt, der mir am negativsten aufgefallen ist. 

Das Grauen hat einen Namen: Mary.
Am Anfang gefiel mir der Gedanke, dass die Protagonistin des Buches „Mary“ die Sehnsucht nach dem Meer verspürt und es ihr sehnlichster Wunsch ist, dieses einmal in ihrem Leben zu sehen. Leider ist dieser Wunsch auch schon das einzige, was ich an Mary sympathisch finde. 
Die Liebesgeschichte ist überhaupt nicht überzeugend. Es wird mal wieder auf die allseits beliebte 3Ecksnummer gesetzt und Travis und Henry scheinen sich meiner Meinung nach auch echt viel Mühe mit Mary zu geben, aber diese ist so sehr mit sich selbst beschäftigt, dass ich mir die Frage stelle, wie „doof“ man sein muss, um so einer Person überhaupt nachzujagen. In Marys Welt scheint vor allem nur Platz für Mary zu sein. Mit ihrem Travis, welchen sie ja eigentlich so sehr liebt, ist die Gute nie zufrieden. Ich kann in keinster Art und Weise irgendein Gefühl von Zuneigung beim Lesen verspüren. Dass in Marys Welt nur Platz für Mary ist, merkt man auch daran, dass sie die anderen wegen ihrer Launen immer wieder in absolut unnötige Gefahren bringt. Es entstanden Dramen und Komplikationen, die so unnötig und an den Haaren herbeigezogen sind, dass man darüber nur die Augen verdrehen kann. 
Am Ende war ich so weit, dass ich mir gewünscht habe, Mary würde ihre Hand durch den Zaun strecken und einer der Zombies würde sie dann beißen, aber da dies hier der Auftakt zu einer Trilogie zu sein scheint, ist das leider nicht passiert…
Schade. 


Fazit: Ich verleihe eine Pfote. Diese widme ich vor allem der Buchverpackung und demjenigen, der die Inhaltsangabe geschrieben hat. Letztere klang nämlich eigentlich recht spannend.





Wir haben sich alle ein Buch, das unglaublich gut klingt und das dann so eine herbe Enttäuschung ist das man am Ende echt genervt davon ist…welches ist eures?

1 Kommentar:

  1. Eigentlich wollte ich die Rezis die beim TTT vorgeschlagen wurden ja erst am Wochenende lesen. Hier musste ich aber sofort daraufklicken, denn das Buch liegt noch auf meinem SuB.

    Oh nein! Das ist wirklich schade! Du wirst es nicht glauben, ich habe das Buch damals auch gekauft, weil es mich an den Film "The Village - das Dorf" erinnert hat. Ich fand auch die Idee ziemlich gut. Jetzt bin ich hin- und hergerissen. Dass es sich um einen Mehrteiler handelt, wusste ich gar nicht. Lesen werde ich es natürlich noch, da es ja schon im Schrank steht.

    Liebe Grüße,
    Lady Moonlight

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