Mittwoch, 29. Oktober 2014

Trick or Treat #4 - vor Schreck!

Passend zu Halloween, das schlechteste Zombie Buch, welches ich bisher in meinem "kurzen" Dasein gelesen habe. 
Das letzte Mal als mich ein Buch wirklich geärgert hat habe ich dem Autoren einen Brief geschrieben - damals war ich 14 und ja, lieber Kai Meyer...ich warte heute noch auf meine Antwort. Lustiger Weise hat mich dieses Buch dazu gebracht damit anzufangen Rezensionen zu schreiben und ist bei LB damit auch das erste Buch, welches ich rezensiert habe. 

Rezension zu "der Wald der tausend Augen"



Deutscher Titel: Der Wald der tausend Augen
Autor:
Carrie Ryan
Erscheinungsdatum:
1.Juni 2012
Verlag:
Heyne Verlag
Band:
1 Band
Seiten:
384
Preis:
8,99(Tb)

ISBN-10: 978-3-453-52961-8








Klappentext:
Stephen King meets Suzanne Collins – das große All-Age-Thriller-Ereignis Wenn Mary träumt, dann von dem großen salzigen Meer, von dem ihre Mutter immer sprach. Denn nur wer einmal das Meer gesehen hat, weiß, was wahre Freiheit ist. Doch das Meer, die Freiheit oder andere Menschen gibt es nicht – nicht für Mary, die nach dem Tod der Eltern der strengen Schwesternschaft des Dorfes dienen muss, und auch nicht für die wenigen übrigen Dorfbewohner. Sie alle sind die letzten Überlebenden einer Katastrophe, und nur ein hoher Zaun schützt sie vor den Ungeweihten, deren Zuhause der undurchdringliche, alles umgebende Wald ist. Als das Unfassbare passiert und der Zaun bricht, stürmen die Ungeweihten das Dorf. Inmitten des Chaos gelingt Mary und ihren Freunden die Flucht, und die so heiß ersehnte Freiheit scheint plötzlich zum Greifen nahe. Doch zwischen Mary und dem Meer liegt der gefährliche Wald, und so beginnt für die letzten Menschen auf Erden der Kampf ums Überleben 

(Wobei man hier vorab noch sagen muss dass die Neuauflage dieses Buches einen anderen Klappentext hat.).

Meine Rezension:
„Packend, Unheimlich, Romantisch“ 
Leider Nein. Leider gar nicht. – In diesem Fall dann sogar eher dreimal Nein. 
Als ich das Buch aus dem Regal zog flammte vor meinem inneren Auge der Film „the Village“ auf. Ein nicht gerade besonders guter Film, aber ich erinnere mich, dass ich damals die Idee, welche dahinter steckte, gar nicht so schlecht fand, aber dass das Buch noch schlechter werden würde als der Film konnte ich ja nicht ahnen. 

Richtig anzufangen scheint die Story erst in der Mitte des Buches. Bis dahin lernt der Leser aber viel über die Gebräuche und Sitten des Dorfes. Schlussendlich ist er dann bestens darüber informiert wie wichtig Hochzeitsriten sind, aber woher sie ihre Nahrung nehmen…Keinen Schimmer!
Gewiss, es hat was, sich in die Welt der Charaktere einzufinden und sie kennen zu lernen. Aber spannend ist es leider nicht und irgendwie auch ein bisschen unsinnig. Schließlich fällt dann der Zaun und alle Fragen bleiben irgendwie offen. Spannung danach?! Leider nicht vorhanden. Die von mir erhoffte „zombieapokalyptische“ Stimmung bleibt leider auch aus. 

Kommen wir mal zu dem Punkt, der mir am negativsten aufgefallen ist. 
Das Grauen hat einen Namen: Mary.
Am Anfang gefiel mir der Gedanke, dass die Protagonistin des Buches „Mary“ die Sehnsucht nach dem Meer verspürt und es ihr sehnlichster Wunsch ist, dieses einmal in ihrem Leben zu sehen. Leider ist dieser Wunsch auch schon das einzige, was ich an Mary sympathisch finde. 
Die Liebesgeschichte ist überhaupt nicht überzeugend. Es wird mal wieder auf die allseits beliebte 3 Ecksnummer gesetzt und Travis und Henry scheinen sich meiner Meinung nach auch echt viel Mühe mit Mary zu geben, aber diese ist so sehr mit sich selbst beschäftigt, dass ich mir die Frage stelle, wie „doof“ man sein muss, um so einer Person überhaupt nachzujagen. In Marys Welt scheint vor allem nur Platz für Mary zu sein. Mit ihrem Travis, welchen sie ja eigentlich so sehr liebt, ist die Gute nie zufrieden. Ich kann in keinster Art und Weise irgendein Gefühl von Zuneigung beim Lesen verspüren. Dass in Marys Welt nur Platz für Mary ist, merkt man auch daran, dass sie die anderen wegen ihrer Launen immer wieder in absolut unnötige Gefahren bringt. Es entstanden Dramen und Komplikationen, die so unnötig und an den Haaren herbeigezogen sind, dass man darüber nur die Augen verdrehen kann. 
Am Ende war ich so weit, dass ich mir gewünscht habe, Mary würde ihre Hand durch den Zaun strecken und einer der Zombies würde sie dann beißen, aber da dies hier der Auftakt zu einer Trilogie zu sein scheint, ist das leider nicht passiert…
Schade. 

Fazit: Ich verleihe eine Leseratte. Diese widme ich vor allem der Buch Verpackung und demjenigen, der die Inhaltsangabe geschrieben hat. Letztere klang nämlich eigentlich recht spannend.





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Grüße Denise